Liebe statt Geld
– Everything But The Girl –
Mai 2014
Trotz der unglaublichen Vielfalt an verschiedenen, aufregenden Musikstilen Mitte der 1980er Jahre, von funkelndem Electro-Pop über die laute Mode und das glitzernde Make-up der New Romantics bis hin zur dramatischen Hardrock-/Heavy-Metal-Bewegung und so weiter, wurde die Musiklandschaft dennoch von Musik dominiert, die stark gefördert und unterstützt wurde, um sich im Mainstream durchzusetzen.
Während dieser Zeit tauchte eine erfrischende Welle von Gitarrenpop-Gruppen (die meisten davon aus Grossbritannien) auf, die als Neo-Acoustic bezeichnet wurden und Japan im Sturm eroberten. Angeführt wurde sie von Bands wie Aztec Camera, The Smiths und Pale Fountains – und der Gruppe, die ich in dieser Kolumne vorstellen möchte: Everything But The Girl.
Ihr zweites Album „Love Not Money“, das 1985 veröffentlicht wurde, hatte akustische Instrumente und einen einfachen, frischen Sound. Dahinter verbarg sich jedoch ein heftiger Widerstand gegen die Entwicklungen in der Szene, der Gesellschaft und der Politik jener Zeit. Ihr hohes Selbstbewusstsein und ihre Kritik, dass „echter Radikalismus kein Stil, sondern eine Haltung ist“ (in Bezug auf Punk, der sich zu diesem Zeitpunkt zu nicht viel mehr als einer Geste gewandelt hatte), sind deutlich zu spüren. Die Musik klingt auch heute noch frisch.
Als wir übrigens die DSLR SIGMA SD10 entwickelten, die 2003 auf den Markt kam, wählten wir den internen Produktionscodenamen „Aztec“ mit Blick auf den oben genannten Aphorismus.