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Kriterium für Stil

Frühsommer/2017

Wenn es einen Mann gab, zu dem ich in meiner Jugend aufgeschaut habe, dann war das zweifellos Paul Weller.

Kurz nachdem ich in die Mittelstufe gekommen war und angefangen hatte, westliche Musik zu hören, erfuhr ich, dass Paul Wellers erste Band „The Jam” sich aufgelöst hatte. Der Paul, den ich als Teenager kennenlernte, war der Paul aus der „Style Council”-Ära.

Was mich an ihm zuerst faszinierte, war sein stilvoller Kleidungsstil. Es war der damals beliebte, raffinierte French-Ivy-Stil. Das war so cool. Es gab einige Jungs in meinem Alter, die Pauls Kombination aus schmalen weissen Jeans und Tassel-Loafern kopierten. Ich war natürlich einer von ihnen, aber rückblickend muss ich zugeben, dass dieser Stil bei Paul viel besser funktionierte als bei mir.

Pauls Musik während der Style Council-Jahre war eine clevere Mischung verschiedener Stile, die Elemente aus der Black Music wie Jazz und Soul aufgriff, und Paul sang mit gerunzelter Stirn und ernsthafter Leidenschaft über Probleme in der Gesellschaft. „Walls Come Tumbling Down“, einer ihrer bekanntesten Songs, ist ein gutes Beispiel für ihren einzigartigen Stil.
Eine der vielen Dinge, die ich von Paul Weller gelernt habe, ist, dass die richtige Kombination aus äusserer Eleganz und innerer Stärke und Authentizität eine grosse Inspiration für Menschen sein kann.

Paul Weller ist auch heute noch als Solokünstler erfolgreich. Obwohl er älter geworden ist, scheint er die gleiche Leidenschaft für Musik zu haben wie eh und je – wenn überhaupt, dann brennt sie sogar noch heller als zuvor. Er wird für immer mein Idol bleiben.
Ich werde bald 50 und es ist mein grosser Wunsch, weiterhin das zu tun, was ich liebe, ohne meine Leidenschaft zu verlieren, genau wie Paul.

(Text: Kazuto Yamaki, CEO von SIGMA)

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