IMPRESSION

Grenzen überschreiten mit dem ultimativen F1.2-Standard-Objektiv für Festbrennweiten

ART
50mm F1.2 DG DN

von Alexandre Souêtre

Ich bin schon seit geraumer Zeit mit den Objektiven der SIGMA Art-Serie vertraut, da ich sie bereits vor meinen Aufnahmen mit der SIGMA fp L verwendet habe. Jedes einzelne davon ist sorgfältig gefertigt und verfügt über spezifische Einsatzzwecke und Eigenschaften. Auch wenn ich mich nicht als technischen Fotografen bezeichnen würde, habe ich gelernt, die Feinheiten hochwertiger Optik zu schätzen. Festbrennweiten bieten einen Vorteil, den man mit Zoom-Objektiven nicht erreichen würde. Das habe ich gelernt, als mir zu Beginn meiner Karriere eines geschenkt wurde.

* Die Bilder ohne Bilddaten wurden mit anderen Objektiven als dem SIGMA 50mm F1.2 DG DN | Art aufgenommen

Jeder Fotograf lernt im Laufe seiner Arbeit, seinen eigenen Stil und seine Herangehensweise zu verstehen. Das lässt sich nicht vorhersagen, so sehr man es sich auch wünschen mag. Ich habe ein paar Jahre gebraucht, aber schliesslich habe ich meinen Weg in der Fotografie gefunden: nicht gehetzt, nicht übermässig vorbereitet, aber auch nicht völlig ohne Kontrolle – eine feine Grenze zwischen Improvisation und Planung. Was die Motive meiner Fotos angeht, habe ich ein leidenschaftliches Auge für Architektur, Kunstobjekte, abstrakte Texturen und vor allem für Menschen. Oft wird die Kombination meiner Lieblingsmotive zu einer erfüllenden Herausforderung.

Als ich die Gelegenheit hatte, mit dem neuen SIGMA 50mm F1.2 DG DN | Art zu fotografieren, habe ich mich daran gemacht, einen Mittelweg zwischen einem gemeinsamen Nenner und einem neuen Ansatz für meinen Stil zu finden. Das Objektiv liegt genau in der Mitte meines bevorzugten Brennweitenbereichs zwischen 35 und 65mm. Zudem bietet es einen Weitwinkel mit einer grossen Blendenöffnung von F1.2, was ideal für eine Studioumgebung mit gedämpftem Tageslicht ist – und zufällig zu meinen Favoriten zählt.

Ich habe mit zwei Models (Iona Catherine & Kaya Noteboom) fotografiert, um ihre individuellen Talente einzufangen, sie aber auch im Bild zu kombinieren, um mit Vorder- und Hintergrund sowie den optisch ansprechenden Eigenschaften dieser Elemente bei Aufnahmen mit Weitwinkel zu spielen. Eine Mischung aus natürlichem Licht und konstant kontrollierter Beleuchtung ermöglichte es mir, beide Situationen unter denselben Umgebungsbedingungen zu erkunden. Iona Catherine entwickelte ein Styling-Konzept und eine künstlerische Ausrichtung, abgestimmt auf Hintergründe und Produktionsdesign, die teilweise direkt auf das Kleidungsstück und dessen Farbtöne und Muster eingingen, um eine passende Umgebung zu schaffen, die bei Aufnahmen mit Weitwinkel auch einen Kontrast zu den Motiven bildet.

Die leichte und kompakte Kombination aus SIGMA fp L und Objektiv ermöglicht es mir, mich frei zu bewegen und schnell neue Blickwinkel zu finden. Manchmal wechsle ich zwischen manuellem Fokus und Autofokus, um Momente in Bewegung einzufangen. Beide haben ihre Vorteile, doch ich habe häufiger mit dem Autofokus gearbeitet, da er schnell genug war, um auch bei zwei sich ständig bewegenden Motiven noch die gewünschten Momente zu erfassen. Da mir die Kombination aus Motiv und Umgebung sehr vertraut war und ich mich darin sehr wohlfühlte, erwartete ich, mich eher darauf konzentrieren zu müssen, wie sich das Objektiv (das für mich erst seit wenigen Stunden neu war) für mich bewähren würde. Ich wurde nicht enttäuscht; ich musste gar nicht darüber nachdenken. Es ging ganz natürlich von der Hand, und ich arbeitete mit dem Objektiv, als hätte ich es schon seit Jahren. Es war schnell, präzise und lieferte wunderschöne Ergebnisse, als ich die Gelegenheit hatte, sie auf einem grossen Bildschirm wiederzugeben. Das wunderschöne Bokeh weckte in mir den Wunsch, weitere Gelegenheiten zu finden, es beim Spiel mit Vorder- und Hintergrund zur Geltung zu bringen. Mit einer derart hohen optischen Leistung fotografieren zu können, ist ein Luxus, den ich bei nur wenigen Objektiven vorfinde, aber die SIGMA ART-Serie liefert ihn durchweg.

Ein Fotograf hat nie genug Erfahrung, um nicht mit neuen Objektiven zu experimentieren. Obwohl ich dazu neige, mich auf einen bevorzugten Brennweitenbereich zu konzentrieren, interessiere ich mich ständig für neue Objektive – sowohl innerhalb als auch ausserhalb meiner Komfortzone. Ein Ratschlag, den ich Fotografen immer wieder geben würde: Hört niemals auf zu experimentieren, geht niemals davon aus, dass ihr schon alles ausprobiert habt. Die Hersteller bringen ständig neue Objektive auf den Markt und verschieben die Grenzen; nutzt das zu eurem Vorteil und erweitert eure technische Ausrüstung, während ihr euch als Fotograf weiterentwickelt.

WEITERE FOTOS

ÜBER

ALEXANDRE SOUÊTRE
Kreativdirektor, Fotograf und Künstler

Alexandre Souêtre wurde in Paris geboren, lebt aber derzeit in Portland, USA, und ist Kreativdirektor, Fotograf und bildender Künstler.

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