Abteilung Kunststoffverarbeitung, Bereich SpritzgussYuta Kobayashi
Wirklich? Ich werde in der nächsten Folge von „Made in Aizu“ zu sehen sein? Sind Sie sicher? Das ist mir ein bisschen peinlich ... Aber gut – damit kann ich vor meinen Freunden angeben!
Ich bin jetzt im dritten Jahr bei SIGMA. Nach meinem Abschluss an einer technischen Hochschule in Aizuwakamatsu bin ich in das Unternehmen eingetreten und habe in der Spritzgussabteilung der Kunststoffverarbeitung angefangen. In der Hochschule war ich in der IT-Abteilung, habe Programmieren gelernt und so weiter – ich hatte überhaupt keinen Kontakt zur Fertigung oder den dafür erforderlichen Geräten. Ich besuchte das Werk in Aizu im Rahmen einer Führung, und jemand aus der Abteilung für allgemeine Angelegenheiten erwähnte, dass „SIGMA ein Unternehmen aus Aizu ist, das auf dem globalen Markt konkurriert“. Das hat eine grosse Impression auf mich gemacht. Ich liebe es hier in Aizuwakamatsu und möchte nicht wegziehen – ich fand die Möglichkeit, in der Region Aizu zu bleiben und trotzdem mit dem Rest der Welt zu konkurrieren, unglaublich und begann zu hoffen, eines Tages hier arbeiten zu können.
Meine Aufgabe ist es, Front Caps für Objektive oder verschiedene Teile unserer Kameras mithilfe eines Verfahrens namens Spritzguss herzustellen. Ich schmelze Kunststoffgranulat und giesse es in Metallformen. Sobald sie ausgehärtet sind, werden sie mit unbemannten Maschinen entnommen und zur nächsten Abteilung gebracht. Ganz am Anfang habe ich zunächst gelernt, wie man die Metallformen in die Maschine einsetzt. Ich habe wirklich überhaupt nichts verstanden – ich wusste nicht einmal, was ich noch nicht verstanden hatte. Wenn mir etwas erklärt wurde, wiederholte ich in meinem Kopf nur den Satz „Ich verstehe das nicht“ (lacht). Aber alle älteren Kollegen, mit denen ich zusammenarbeite, sind sehr zugänglich und haben mir geholfen, alles bis ins kleinste Detail zu lernen. Ich bin ihnen sehr dankbar, insbesondere meinen direkten Vorgesetzten, die nur ein Jahr älter sind als ich und mir die Grundlagen meiner gesamten Arbeit beigebracht haben.
Die Freude, Produkte zu entdecken, an deren Herstellung ich beteiligt war
Vor kurzem habe ich auch gelernt, wie man die Temperatureinstellungen der Maschinen bedient, und habe begonnen, meine Arbeit hier wirklich zu geniessen. Je mehr ich jedoch über meine Arbeit lerne, desto mehr wird mir bewusst, dass mein Wissen und meine technischen Fähigkeiten noch verbessert werden müssen. Mein Wunsch, mehr zu lernen und besser in meiner Arbeit zu werden, wird immer stärker. Wenn ich derzeit nicht weiterkomme, kann ich einfach zu meinen Vorgesetzten gehen und sie um Rat fragen, aber ich möchte mich so wenig wie möglich auf andere verlassen und Probleme nach meinem eigenen Ermessen lösen. Und ich möchte den Nachwuchskräften, die nach mir kommen, so gut wie möglich helfen können.
Auch ich mache Fehler. Es gibt viele Arten von Harzmaterialien, und wenn man das Innere der Maschinen nach einem Harzwechsel nicht gründlich reinigt, können die Rückstände giftige Gase bilden. Eines Tages hatte ich nicht bemerkt, dass sich die Harzart geändert hatte, und habe die Maschinen nicht gereinigt. Glücklicherweise hatte der Abteilungsleiter meinen Fehler bemerkt, sodass wir einen Unfall vermeiden konnten. Aber in diesem Moment wurde mir klar, wie gefährlich Unachtsamkeit sein kann. Seit diesem Vorfall achte ich genau auf die Materialien und Prozesse, mit denen ich bei meiner Arbeit zu tun habe.
Die Schichten sind in ein rotierendes System aus Nachtschicht und Tagesschicht unterteilt. Ich arbeite eine Woche lang in der Tagesschicht, habe am Wochenende frei und beginne in der folgenden Woche mit der Nachtschicht. Anfangs waren die Nachtschichtwochen sehr schwer für mich – ich musste gegen die Müdigkeit ankämpfen. Auch wenn ich mich mittlerweile daran gewöhnt habe, verbringe ich den Samstag meiner Nachtschicht oft damit, bis zum Abend zu schlafen, und der Start in die Tagesschicht am Montag ist alles andere als einfach. Dafür geniesse ich die Wochenenden meiner Tagesschicht in vollen Zügen. (lacht)
Ich war in meiner Highschool im Tennisclub und spiele auch heute noch an meinen freien Tagen mit den Senioren hier Tennis. Ansonsten gehe ich oft in Thermalbäder und fahre ab und zu nach Sendai, um Freunde zu besuchen. Ach ja – als wir in Sendai in einem Yodobashi Camera-Geschäft waren, gab es in der SIGMA-Ecke Kameras, an denen ich tatsächlich mitgearbeitet habe. In Aizuwakamatsu findet man SIGMA-Produkte nicht so oft in Geschäften, und als ich die KAMERAS sah, rief ich meinem Freund zu: „Dieser Objektivdeckel! Den habe ich gemacht!“ Zu sehen, dass das, woran ich jeden Tag arbeite, Teil eines Produkts wird, das in die Welt hinausgeht, hat mir ein Gefühl von Stolz gegeben. Ich denke, das ist der erfüllendste Moment.
Yuta Kobayashi
Yuta Kobayashi wurde 1999 in Aizuwakamatsu in der Präfektur Fukushima geboren und kam 2016 zu SIGMA.
„Hier gibt es Leute, mit denen ich seit der Grundschule befreundet bin, und vier weitere Personen, die dieselbe Mittelschule besucht haben wie ich. Die Menschen in Aizu lieben ihre Heimat wirklich, deshalb entscheiden sich so viele dafür, hier zu bleiben und zu arbeiten.“
Episode in Aizu
Das Spritzgiessen ist ein sehr heikler, fachmännischer Prozess, bei dem schon die geringste Abweichung in der Einstellung oder der Umgebung – insbesondere bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit – das Ergebnis beeinflussen kann. Selbst der Verschleiss der Spritzgiessmaschine selbst hat Auswirkungen auf die Bedingungen des Formprozesses. Es ist wirklich eine komplizierte Arbeit.
Yuta befindet sich noch in der Ausbildung, aber er hat einen starken Willen und arbeitet jeden Tag auf seine Ziele hin: „Ich möchte ein nationales technisches Zertifikat erwerben, ein hohes Mass an technischem Können erlangen und dem Unternehmen besser helfen können.“
(Hiroshi Shirai, Leiter der Kunststoffverarbeitungsabteilung)